Die Suche nach dem Glück 90 Schüler proben den Ausdruckstanz




2005 war "Technologue" bereits im Ringlokschuppen zu sehen. Freitag brachte TanzMoto es abermals auf die Bühne, und das vor allem für Schüler der Hauptschule Dümpten, der Ganztagshauptschule Speldorf und der Willy-Brandt-Schule. 30 Jugendliche von jeder Schule machen bei einem Projekt des Ringlokschuppens und der Tanzkompanie mit und versuchen sich selbst im Ausdruckstanz. Ab 20. Februar werden die fünf Tänzer mit den Schülern proben und eine Aufführung einstudieren. Bis Ostern sollen die Proben dauern, und das Ergebnis danach zu sehen sein. Eine Herausforderung für alle Beteiligten. "Viele Jugendliche kennen HipHop und Streetdance, aber Ausdruckstanz ist etwas anderes", weiß Wiebke Doktor vom Ringlokschuppen. Was die Schüler erwartet, sahen sie Freitag. jul

Lichtpunkte wie von einer rotierenden Discokugel huschen über den weißen Boden. Fließende Bewegungen passend zu denen der Tänzer. Drei Frauen und zwei Männer springen in Kreisen umher, verspielt, träumerisch wirkt das. Und dazu wummert dröhnender Techno, während die zwei Percussionisten den Takt vorgeben. Freitag zeigte die Tanzkompanie "TanzMoto" im Ringlokschuppen "Technologue - A Moving Rhythm Theatre".

Ein "spartenübergreifendes Tanz- und Rhythmuserlebnis" soll Technologue sein. Und tatsächlich sind fast alle Sinne gefordert. Laute Synthesizer-Geräusche dröhnen in den Ohren, mischen sich mit den Tönen der Percussionisten. Die Tänzer verrenken sich dazu, springen aufeinander, mit einander, stoßen sich ab, rennen wieder aufeinander zu, tanzen gemeinsam synchron, bis einer ausschert und für sich alleine tanzt, bis sich schließlich jeder bewegt. Im Hintergrund wird derweil ein rot-gelb wabernder Lichttunnel projiziert. Reizüberflutung fast, bis plötzlich die Leinwand dunkel wird, die Musik verstummt und der weiß ausgelegte Tanzbereich grell angestrahlt wird. Das Licht und die Stille tun fast weh, doch die Tänzer nutzen die Ruhe, um sich vorzustellen. Da tanzen etwa die 22-jährige Kolumbianerin, die täglich Grenzen überschreitet und Andreas, der 36 ist und Fußball gut findet. Mit Rhythmus, Bewegung, Film, Ton und sich selbst experimentieren sie und haben doch eine klare Botschaft: "Letzten Endes wollen alle doch nur glücklich sein." jul

Quelle: WAZ / Lokales / Mülheim 05.02.2007

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