
Das erfordert Übung: Jugendliche üben eine besonders komplizierte Figur ein, die im April auch im Theater zu sehen sein wird. Foto: Ralf Deinl
MARL. Über 80 Menschen – der jüngste ist 7, der älteste 70 Jahre alt – treffen sich an jedem Samstag in der Turnhalle des Doppelgymnasium. Sie begegnen sich, reden miteinander, scherzen miteinander, verabreden sich, als sei das die normalste Sache der Welt. Ist es ja eigentlich auch – zumindest für die Leute, die auch mal über Grenzen springen können. Und das ist Sinn dieses Tanzprojekts.
„Tanz der Generationen“ steht seit Oktober jeden Samstag auf der Tagesordnung. Das Ergebnis der Proben ist am Dienstag, 13. April, im Theater zu sehen – ein besonders origineller Teil der Marler Aktivitäten zur Kulturhauptstadt 2010.
Über 80 Menschen – der jüngste ist 7, der älteste 70 Jahre alt – treffen sich an jedem Samstag in der Turnhalle des Doppelgymnasium. „Tanz der Generationen“ heißt das Projekt, an dem die einmalige Truppe seit vier Monaten intensiv arbeitet. Es mag Projekte geben, bei denen die Tanzlehrer eine fertige Choreographie mitbringen und mit ihren Teilnehmern einstudieren. Dieses ist anders. Die Teilnehmer dürfen nicht nur mitreden, selbst Vorschläge machen – sie werden förmlich dazu aufgefordert. Die Jungen sollen ihre Ideen, die Alten ihre Erfahrungen, beide ihre Vorlieben mitbringen. So kann ein echter Dialog entstehen.
Vier Gruppen proben getrennt: die Erwachsenen mit großen Vorkenntnissen, die Kinder, die Jugendlichen, die Erwachsenen mit leichten Vorkenntnissen – das ist an jedem Samstag die Reihenfolge. Am Ende soll ein Stück dabei herauskommen, nicht eine Abfolge separater Szenen. Choreographie: Tanzmoto aus Essen
Foto Galerie Marler ZeitungQuelle: Marler Zeitung
Von Robert Klose am 08. Februar 2010 17:10 MARL.